Technik und Organisation

Der Bremer Judoverband

Zusammen mit dem Bremer Sportbund sorgt der Bremer Judoverband dafür, dass die Trainer und Übungsleiter der verschiedenen Vereine eine fundierte Ausbildung erhalten. Lehrgänge und sonstige Fortbildungsveranstaltungen bringen ihr Wissen stets auf den neuesten Stand. Ein Netz von fast 35 Judo-Vereinen durchzieht unser Land.

Siegen durch Nachgeben

Judo bedeutet: der sanfte Weg. Mit minimalem eigenen Krafteinsatz soll die größtmögliche Wirkung erreicht werden. Die Kraft des Gegners wird dabei geschickt ausgenutzt; sein Zug wird mit Druck, sein Druck wird mit Zug beantwortet und bringt ihn so aus dem Gleichgewicht. Auch ein erheblich größerer und schwerer Gegner kann problemlos geworfen werden, wenn er die Grundprinzipien des Judo nicht beherrscht. Judo bietet also auch den weniger kräftigen wie zum Beispiel Frauen und Mädchen die Möglichkeit, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen.

Judo für Kinder

Gerade auch für Kinder - egal ob Jungen oder Mädchen - ist Judo die ideale Sportart. Erfahrene Kinder- und Jugendtrainer sorgen dafür, dass Spiel und Spaß bei ihren Schützlingen im Vordergrund stehen. Die Kleinen können sich austoben und sind mit großem Eifer bei der Sache. Gürtelprüfungen und Wettkämpfe sorgen für Motivation und Erfolgserlebnisse. Niemand wird überfordert - die Trainer stellen sich auf jeden einzelnen der kleinen Judoka ein und fördern ihn individuell. Ganz nebenbei erzieht Judo die Kinder und Jugendlichen zu Fairness und Kameradschaft und stärkt ihr Selbstbewusstsein.

Trainingsablauf

Die Bodentechniken

Wenn der Gegner geworfen wurde, geht der Kampf am Boden weiter. Dabei versucht man, den Gegner durch Festhaltegriffe, Würgegriffe oder Gelenkhebel zur Aufgabe zu zwingen. Auch hier entscheidet nicht die Kraft, sondern die bessere Technik. Sobald sich einer der beiden geschlagen gibt, klopft er mit der flachen Hand leicht auf die Matte; der andere lässt daraufhin sofort los. Im Wettkampf ist er Sieger durch Aufgabe des Gegners, im Randori - dem Übungskampf im Rahmen des Trainings - beginnt das Spiel von neuem.

Das Training

Ein Judo-Training dauert meist eineinhalb Stunden. Mit Funktionsgymnastik, Stretching oder einem leichten Boden-Randori (Übungskampf) beginnt zunächst einmal das Aufwärmen. Dazu gehören auch verschiedene Spiele, die Kondition, die Ausdauer, das Reaktionsvermögen oder das Gleichgewicht trainieren - Eigenschaften, die nicht vorausgesetzt, sondern langsam aufgebaut werden. Nach dem Aufwärmen und Dehnen der Muskeln beginnt der technische Teil. Der Trainer zeigt einen Wurf oder eine Bodentechnik und erklärt, worauf es dabei ankommt. Während die Judoka die Technik partnerweise einüben, geht er herum und kümmert sich besonders um diejenigen, für die die Technik noch neu ist. Damit sich die Judoka nicht auf einen bestimmten Partner einstellen und dadurch unflexibel werden, findet gelegentlich ein Partnerwechsel statt. Das Randori - der Übungskampf im Stand oder im Boden soll zeigen, ob der Judoka das Gelernte auch anwenden kann. Durch die leichte Gegenwehr des Trainingspartners gelingen die Techniken nur, wenn man sie richtig macht; deshalb ist ein Randori die beste Erfolgskontrolle.

Die Judo-Würfe

Kaum zu glauben, aber es gibt rund 100 verschiedene Möglichkeiten, den Gegner zu Fall zu bringen! Doch auch wenn der Judoka sie mit der Zeit alle erlernt - jeder hat seine "Lieblingswürfe", auf die er sich spezialisiert und die er im Kampf bevorzugt. Der Judo-Neuling allerdings lernt zuerst, wie man fällt ohne sich wehzutun. Dann kann er sich an die ersten leichten Würfe wagen. Sie wissen jetzt ja schon eine ganze Menge über Judo. Es gibt nun eine ganz einfache Möglichkeit, wie Sie sich davon überzeugen können, dass Judo auch Ihnen Spaß macht: packen Sie einen Jogging-Anzug ein, gehen Sie zum Training in den Judo Verein Ritterhude (oder den nächsten Judo-Verein) und probieren Sie es einfach mal aus!