Judo - der Sport

Der Wettkampf- und Selbstverteidigungssport aus Japan mit dem fernöstlichen Charme fasziniert immer mehr Menschen.

Kein Wunder, denn Judo ist so vielseitig, dass es jeden etwas bieten kann: dem ehrgeizigen Wettkämpfer genauso wie dem Freizeitsportler, der sich einfach nur fithalten und nette Leute kennenlernen möchte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten verzichtet Judo bewusst auf harte Schläge und Tritte und auf alle schmerzhaften und gefährlichen Bewegungsabläufe. Die Bedeutung des Wortes Judo - "der sanfte Weg" - kennzeichnet das Wesen dieser olympischen Sportart:

SIEGEN durch NACHGEBEN

"Ich mache Judo" - das würde so mancher gerne von sich behaupten, denn wer ist nicht fasziniert von dieser asiatischen Sportart! Viele Menschen bewundern die Ju-dokämpfer in ihrem typischen, weißen "Gi", und doch kommen die meisten gar nicht erst auf die Idee, Judo selbst zu erlernen. Und selbst wenn sie einmal mit diesem Gedanken spielen, verwerfen sie ihn oft wieder. Warum eigentlich? Wer genauer nachfragt, hört immer wieder dieselben Vorurteile. Vorurteile, die genauso falsch wie hartnäckig sind und hier endlich einmal widerlegt werden sollen.

Der sanfte Weg
"V o r u r t e i l e (?) - die häufigsten Vorurteile gegen den JUDO- Sport"

Vorurteil Nr. 1

"Für Judo bin ich nicht sportlich genug."
Judo ist in erster Linie ein Breitensport. Man muss dafür nicht sportlicher sein als zum Beispiel für Schwimmen, Radfahren oder Jogging. In den Anfängergruppen werden Kondition und Beweglichkeit nicht vorausgesetzt, sondern nach und nach aufgebaut. Niemand wird überfordert, denn Judo soll vor allem Spaß machen.

Vorurteil Nr. 2 "Judo ist eine harte Sportart."
Judo-Neulinge werden zunächst kontinuierlich in die hohe Kunst der Fallschule eingeführt, die auch außerhalb der Judo-Matte gut zu gebrauchen ist. Erst wer fallen kann ohne sich wehzutun lernt die ersten leichten Würfe.
Vorurteil Nr. 3 "Für Judo bin ich nicht kräftig genug."
Judo bedeutet: "Der sanfte Weg." Nicht Kraft ist das Grundprinzip, sondern Technik. Die Kraft des Gegners wird geschickt ausgenutzt, sein Gleichgewicht wird gebrochen und die eigene Kraft wird auf den schwächsten Punkt des Gegners konzentriert. Deshalb kann man mit Judo auch einen größeren und stärkeren Gegner bezwingen: Siegen durch Nachgeben.
Vorurteil Nr. 4 "Judo ist für Kinder ungeeignet."
Judo ist im Gegenteil ein idealer Sport für Kinder und Jugendliche. Unter der Obhut von qualifizierten Trainern können sie sich spielerisch austoben. Ganz nebenbei erzieht Judo sie zu sportlichen Verhalten und Kameradschaftlichkeit, stärkt ihr Selbstbewusstsein und hilft ihnen, sich im täglichen Leben zu behaupten.
Vorurteil Nr. 5 "Judo ist eine gefährliche Sportart."
Statistiken belegen, dass die Verletzungsgefahr beim Judo sehr gering ist, viel geringer als zum Beispiel bei Ballsportarten. Beim Judo-Breitensport sind größere Verletzungen sogar äußerst selten.
Vorurteil Nr. 6 "Für Judo bin ich schon zu alt."
Auch wenn man sich nicht mehr jung genug fühlt, um an großen Wettkämpfen teilzunehmen - um Judo zu erlernen, ist man nie zu alt. Als Breitensport bietet Judo selbst Senioren die Möglichkeit, sich körperlich fit zu halten. Im Ursprungsland Japan ist das keine Seltenheit: Judo wird dort oft bis ins hohe Alter ausgeübt.
Vorurteil Nr. 7 "Judo macht aggressiv."
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Von fernöstlichen Mentalität geprägt, zwingt Judo die Sportler zu Fairness und Selbstdisziplin. Das ethische Prinzip des Judo ist gegenseitiges Hefen und Verstehen. Es geht nicht darum, einen Gegner zu bezwingen, sondern das Ziel ist ein Kräftemessen mit dem Partner.